Zuerst dieselbe Aufgabe beschreiben

Eine Endsumme sagt wenig aus, wenn ein Betrieb nur die Montage kalkuliert und ein anderer zusätzlich Vorbereitung, Materialtransport und Abschlussarbeiten berücksichtigt. Legen Sie deshalb vor dem Vergleich eine kurze Aufgabenbeschreibung an und senden Sie allen angefragten Betrieben dieselbe Fassung.

Nennen Sie den Ort, die Räume oder Möbelstücke, ungefähre Maße, vorhandene Produkte und den gewünschten Zustand nach Abschluss. Ergänzen Sie Fotos und bekannte Einschränkungen: bewohnte Räume, fehlender Aufzug, enge Zugänge oder eine noch ungeklärte Beschaffenheit des Untergrunds. Kennzeichnen Sie eigene Maße als vorläufig, wenn der Betrieb sie noch prüfen soll.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Umfang, Ausführungstermin und Vergütung möglichst schriftlich festzuhalten. Bewahren Sie auch spätere Ergänzungen zusammen mit dem Angebot auf.

Die Vergleichstabelle: Angebot für Angebot ausfüllen

Übertragen Sie die folgenden Punkte in Ihre Notizen und legen Sie für jeden Betrieb eine Spalte an. Tragen Sie nicht genannte Leistungen als „offen“ ein. „Nicht erwähnt“ bedeutet für Ihren Vergleich weder „enthalten“ noch „kostenlos“.

Prüfpunkte für einen vergleichbaren Leistungsumfang
PrüfpunktWas im Angebot klar sein sollteIhre Rückfrage
Aufgabe und MengeRäume, Fläche, Stückzahl und gewünschtes ErgebnisWelche Maße sind geprüft, welche nur angenommen?
VorbereitungFreiräumen, Schutz, Demontage und Prüfung des UntergrundsWas erledige ich vor Ihrem Termin selbst?
Material und ZubehörProdukt, Ausführung, Menge und wer es beschafftSind Befestigung, Unterlage, Leisten und Profile berücksichtigt?
PreisartPauschale, Einheitspreise oder Abrechnung nach AufwandWelche Mengen oder Stunden können sich noch ändern?
NebenkostenAnfahrt, Lieferung, Tragen und gegebenenfalls EntsorgungWelche Zuschläge können bei diesem Objekt entstehen?
EndbetragVom Kunden zu zahlender Betrag und UmsatzsteuerbehandlungIst dies der Endbetrag für den beschriebenen Umfang?
Termin und VoraussetzungenStart, Dauer, Materialverfügbarkeit und ZugangWas muss vor Beginn fertig sein?
Änderungen und ZahlungVorgehen bei Zusatzbedarf, Zahlungszeitpunkte und AnsprechpartnerWie stimmen wir Mehrkosten vor zusätzlichen Arbeiten ab?

Angebot, Kostenvoranschlag und Aufwand unterscheiden

Fragen Sie ausdrücklich, welche Preisvereinbarung der Betrieb vorschlägt. Ein Vertragsangebot bindet grundsätzlich nach § 145 BGB, sofern die Bindung nicht ausgeschlossen wurde. Die Überschrift „Angebot“ allein beantwortet aber nicht, ob ein Gesamtpreis feststeht: Auch einzelne Preise, geschätzte Mengen, Vorbehalte und die Gültigkeitsfrist sind zu lesen.

Ein Kostenvoranschlag ist nicht automatisch eine garantierte Endsumme. Ist ein nicht garantierter Kostenanschlag Vertragsgrundlage und eine wesentliche Überschreitung zu erwarten, muss der Unternehmer dies nach § 649 BGB unverzüglich mitteilen. Die Vorschrift nennt dafür keine allgemeine Prozentgrenze.

Bei Abrechnung nach Aufwand gehören die vereinbarten Stundensätze, die Art der Zeiterfassung und separat berechnete Positionen in den Vergleich. Bei einem Pauschalpreis sollten Sie besonders genau prüfen, welche Leistungen, Mengen und Voraussetzungen er umfasst. Stimmen Sie Änderungen des Auftrags gesondert ab.

Beispiel: Zwei Angebote für einen Bodenwechsel

Angenommen, in einem Wohnzimmer soll ein neuer Boden verlegt werden. Angebot A nennt die Verlegung des vom Kunden gelieferten Belags. Angebot B nennt zusätzlich das Entfernen des alten Belags, den Abtransport, neue Sockelleisten und ein Übergangsprofil. Beide Dokumente können dieselbe Zimmerfläche betreffen und trotzdem unterschiedliche Aufträge beschreiben.

Bitten Sie beide Betriebe um eine Fassung für denselben gewünschten Umfang. Lassen Sie außerdem angeben, ob eine Untergrundvorbereitung bereits beurteilt werden konnte oder noch separat geprüft und angeboten werden muss. Erst dann ist erkennbar, welcher Preis zu welchem Ergebnis gehört. Dieses Beispiel enthält bewusst keine erfundenen Preiswerte.

Materialien und Ausschlüsse konkret prüfen

„Material inklusive“ ist für einen Vergleich häufig zu ungenau. Notieren Sie die angebotene Produktbezeichnung und die Ausführung. Fragen Sie bei einer Alternative, was sich an Aufbau, Liefertermin oder Pflege ändert. Wenn Sie selbst einkaufen, klären Sie vorher, wer die Eignung und Vollständigkeit der Lieferung prüft.

Suchen Sie auch nach Formulierungen wie „bauseits“, „nach Aufwand“ oder „nicht enthalten“. Lassen Sie sich erklären, welche eigene Vorbereitung damit verbunden ist. Beim Küchenaufbau sollte zum Beispiel klar sein, ob nur Möbel montiert werden und wer erforderliche Elektro- oder Wasseranschlüsse übernimmt. Benötigte Berechtigungen und Qualifikationen sind mit dem jeweiligen Fachbetrieb zu klären.

Zusatzbedarf und Termine vorab besprechen

Legen Sie einen erreichbaren Ansprechpartner und den Weg für Rückfragen fest. Wenn vor Ort weiterer Arbeitsbedarf sichtbar wird, bitten Sie um eine Beschreibung, den vorgeschlagenen Preis oder die Berechnungsgrundlage und die Auswirkung auf den Termin. Halten Sie die anschließende Vereinbarung mit dem Betrieb schriftlich fest.

Planen Sie bei mehreren Beteiligten auch die Übergaben: Wann ist der Raum frei, wann kommt das Material, wann kann der nächste Betrieb beginnen? Ein vorgeschlagener Starttermin ist wenig hilfreich, wenn notwendige Vorarbeiten oder Lieferungen noch offen sind.

Sechs Fragen vor Ihrer Entscheidung

Senden Sie offene Punkte gebündelt an den jeweiligen Betrieb. Eine verständliche Antwort ist für die Entscheidung oft hilfreicher als ein weiterer pauschaler Rabatt.

  • Beziehen sich alle Angebote auf dieselben Räume, Mengen und Arbeitsschritte?
  • Welche Positionen sind enthalten, ausgeschlossen oder noch nicht beurteilbar?
  • Welche Preisart gilt, und welche Annahmen können den Endbetrag verändern?
  • Welche Produkte werden verwendet und wer beschafft fehlendes Zubehör?
  • Sind Zugang, Vorarbeiten, Beginn und Dauer miteinander abgestimmt?
  • Wer ist mein Vertragspartner, und an wen richte ich Rückfragen zur Ausführung und Rechnung?

Welche Rolle HandMen übernimmt

HandMen übernimmt Marketing und die Vermittlung von Anfragen an selbständige Betriebe. Ein konkreter Partner wird vor der Weitergabe Ihrer Daten benannt. Sein Angebot prüfen und vereinbaren Sie direkt mit ihm; auch Vertrag, Ausführung, Rechnung und Zahlung erfolgen unmittelbar zwischen Ihnen und dem beauftragten Unternehmen.

Sie können HandMen Ort, Fotos und eine kurze Aufgabenbeschreibung senden, um die Suche nach einem passenden unabhängigen Betrieb anzufragen. Die Checkliste hilft anschließend dabei, das erhaltene Angebot nachvollziehbar zu besprechen. HandMen gibt keine eigene Ausführungs- oder Preiszusage für die Arbeiten.